Wer sind wir?

Was machen wir?

Unser Projekt nennt sich „Auf-Wirkung“. Dieses Kürzel steht für „Aufarbeitung für wirksame Schutzkonzepte in Gegenwart und Zukunft“.

Hinter diesem Namen steht ein großes Team aus insgesamt fünf Forschungsinstituten, die aus verschiedenen Blickwinkeln für drei Jahre auf dasselbe Thema schauen: sexuellen Missbrauch in pädagogischen Kontexten.

Dieses Thema wurde lange Zeit zu wenig beforscht. Wir sind Teil der zweiten Förderlinie des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) „Sexueller Missbrauch in pädagogischen Kontexten“ und haben uns zum Ziel gesetzt, aus der Vergangenheit für die Zukunft zu lernen.

Ausgewertet werden Transkripte von Anhörungen, die von der „Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs“ durchgeführt werden, und schriftliche Berichte von Betroffenen an die Kommission.

Wir möchten damit im Einverständnis und Absprache mit den Betroffenen ihre Expertise nutzen, ohne sie einer erneuten Befragung auszusetzen.

Parallel dazu möchten wir aber auch junge Menschen heute und Professionelle dazu einladen, mitzudenken und so durch Zukunftswerkstätten und Fokusgruppen dafür zu sorgen, dass unsere Schutzkonzepte im Hier und Jetzt Wirkung entfalten können.

Dafür haben wir auch einen Beirat aus verschiedenen Expert*innen aus der Praxis, der unseren Prozess begleitet.

Detaillierter Gesamtüberblick:

Warum sind wir zu fünft?

Wir als Forscher*innen kommen aus unterschiedlichen Forschungsrichtungen zusammen: Wir kommen aus der
Psychologie, Soziologie, Geschichtswisssenschaft und Pädagogik. Sexueller Missbrauch in Institutionen ist ein Thema, das uns alle angeht und aus vielen Richtungen betrachtet werden muss. Mit unseren fünf Schwerpunkten versuchen wir das zu berücksichtigen.

Frankfurt

Schwerpunkt:
Disclosure oder die (Un)Sagbarkeit von sexueller Gewalt

Wir fragen uns:

Wie wird Gewalt in Institutionen zum Thema gemacht?

Wie kann dieser Prozess überhaupt aussehen und wie können wir ihn einleiten und so gestalten, dass er Betroffene schützt?

Berlin / Freiburg

Schwerpunkt:
Nähe und Distanz

Wir fragen uns:

Wie werden die Themen Nähe und Distanz, Sexualität und Macht in Institutionen thematisiert?

Wie können Kinder und Jugendliche in ihrer körperlichen und sexuellen Integrität geschützt werden?

Hamburg

Schwerpunkt:
Hindernisse in der Aufarbeitung

Wir fragen uns:

Wo gibt es aktuell noch Probleme in der Aufarbeitung von sexueller Gewalt?

Wo müssen Institutionen besonders  nachbessern und in welche Richtung könnte eine solche Verbesserung gehen?

München

Schwerpunkt:
Salutogenese und Resilienz oder Hilfreiches in der Aufarbeitung

Wir fragen uns:

Wie konnten Betroffene ihre Gewalterfahrung bewältigen?

Wie können Schutzkonzepte diese Erfahrungen berücksichtigen?

Rostock

Schwerpunkt:
Erinnerungskultur oder Vergangenheits-Bewältigung

Wir fragen uns:

Wie können wir als Gesellschaft und insbesondere Institutionen einen Umgang mit Vorfällen sexualisierter Gewalt finden?

Welche Umgangsformen gibt es dafür bereits?